HTC Exodus 1 Smartphone

HTC setzt auf Krypto-Währungen mit dem HTC Exodus 1 Smartphone
Bitcoin und andere Krypto-Währungen waren im letzten Jahr sehr im Fokus der allgemeinen Aufmerksamkeit – unter anderem aus deswegen, weil die Kurse der Währungen massiv zugelegt haben und diese Währungen dadurch auf einmal viel Geld wert waren. Mittlerweile ist dieser Hype wieder etwas abgeflaut, aber dennoch setzen viele Unternehmen und Hersteller auf Krypto-Ansätze.

HTC nutzt ebenfalls diesen Bereich um die eigenen Handys zu positionieren und hat mit dem HTC Exodus 1 ein erstes Modell vorgestellt, dass unter anderem eine ganze Reihe von Krypto-Währungen unterstützt und auch als Geldbörse (Wallet) für die eigene Coins dienen kann. Konsequenterweise kann man die Geräte daher auch nicht für Euro oder Dollar kaufen, sondern lediglich im Tausch gegen Kryptowährungen – derzeit werden auf der Webseite des Unternehmens sowohl Bitcoin als auch Ethereum und Litecoins akzeptiert. An der Stelle wird auch klar, dass man das HTC Exodus 1 nicht bei den großen Netzbetreiber bekommen wird, denn diese arbeiten derzeit noch nicht mit diesen Währungen. Man kann die Geräte also nur ohne Vertrag direkt bei HTC bestellen, Angebote mit Handytarif und Vertrag wird es wohl nicht geben.

1.Die Kryptofähigkeiten des HTC Exodus 1

Um dem Ruf als Krypto-Handy gerecht zu werden hat HTC im Bereich der Software eine ganze Reihe von Features auf den Geräten vorinstalliert. Diese muss man aber nicht nutzen, man kann die Smartphones auch als ganz normale Handys mit Android betreiben. Zusätzlich gibt es dann folgende Veränderungen im Vergleich zu normalen Handys:

Auf dem HTC Exodus 1 ist die Zion Wallet App vorinstalliert, mit der man sehr einfach die eigene Kryptowährung speichern kann. Die Software nutzt dabei eine Kombination aus Software und Hardware um die Coins zu speichern und zu schützen. Hier wird wahrscheinlich der Sicherheitsbereich des Snapdragon 845 genutzt (Secure Processing Unit aka SPU), auf den Android keinen Zugriff hat – das wirkt durchaus durchdacht. Dazu gibt es die Möglichkeit, per Social Recovery den Zugang wieder herzustellen, falls man den Schlüssel vergessen hat – in solchen Fällen sind die Coins also nicht verloren. Allerdings sollte man dennoch auf das Handy aufpassen: ist das Handy weg, gibt es auch keine Zugriff auf die gespeicherten Coins mehr.
Beim Start der Geräte wird das Betriebssystem und der Speicher direkt verschlüsselt. Damit ist ein Auslesen nicht mehr möglich und die eigenen Daten sind so gegen Dritte geschützt. Diese Funktion bietet Android standardmäßig an, beim HTC Exodus 1 wird sie direkt beim Start aktiviert.
Zusätzlich zur Wallet gibt es eine weitere App, mit dem sich die aktuellen Kursverläufe der Währungen anzeigen lassen kann. Das ist ganz nett, geht aber auch direkt im Internet.

2.Was kann das Gerät darüber hinaus?

Das HTC Exodus 1 setzt technische auf das HTC U12+ und ist damit durchaus mit den Topmodellen anderer Anbieter zu vergleichen. In den ersten Tests wurde beispielsweise die Kamera sehr gelobt, die mittlerweile auf Platz 3 in den Kamera-Benchmarks liegt (sogar vor Samsung und einigen Apple Modellen). Auch bei der Leistung setzt HTC auf den schnellsten Android Prozessor am Markt. Man bekommt also durchaus viel Technik für die Bitcoins.

Auch beim Design gibt es einige interessante Entwicklung. HTC setzt auf eine halbtransparente Rückseite, die teilweise einen Blick auf die Technik darunter zulässt. Das wirkt sehr interessant und macht die Modelle auf jeden Fall zu einem Blickfang. Leider trifft dies aber nur für die Rückseite zu, denn die Front sieht aus wie bei vielen anderen Smartphones auch. Dazu nutzt HTC noch ein Design mit eher großen Rändern – die anderen Hersteller sind hier schon weiter und setzen auf weitgehend randlose Displays mit Notch oder Kamera unter dem Display.

Im Vergleich zu den Topmodellen von Apple, Samsung und Huawei wirkt das HTC Exodus 1 dann doch etwas bieder, wenn man den Krypto-Ansatz weg lässt. Apple und Google setzen beispielsweise auf eine eSIM Karte als Alternative. Bei Samsung und HTC hat man jetzt die ersten Modelle mit Loch im Display vorgestellt, bei der die Frontkamera hinter eine Öffnung im Display verborgen liegt. Dazu bieten viele Hersteller den Fingerabdrucksensor mittlerweile im Display an und bei der Kamera sind AI Optimierung in dieser Preisklasse eigentlich Standard. Das alles fehlt beim HTC Exodus 1 und daher bleibt es zumindest in diesen Punkten hinter den Modellen der Konkurrenz zurück.

Das HTC Exodus 1 punkte daher in erster Linie mit denn KryptoFähigkeiten, die man so bei anderen Modellen bisher noch nicht findet und auch Kamera und Speed machen einen guten Eindruck. In allen anderen Bereichen gibt es dagegen bessere Modelle auf dem Markt und daher wird das neue HTC wohl eine eher eng umrissene Käufergruppe haben. Die 1 im Namen macht aber deutlich, dass HTC hier wohl noch weiter entwickeln wird und möglicherweise werden dann in kommenden Versionen die angesprochenen Kritikpunkte verbessert.

Bild: https://www.htcexodus.com/us/newsroom/2018-10-23/

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